Der E-Mobilitäts-Blackout

20.02.2018, 15:31

Der E-Mobilitäts-Blackout

MÜNCHEN. (ots) 2035 könnte mehr als jedes dritte Auto auf deutschen Straßen ein E-Auto sein. Für diese Menge an Elektromobilen ist das Niederspannungsnetz im deutschen Stromnetz nicht ausgelegt. Ab einer E-Auto-Quote von 30 Prozent kommt es in Deutschland zu Engpässen bei der Stromversorgung. Unter den derzeitigen regulatorischen Rahmenbedingungen könnte in deutschen E-Mobilitäts-„Hotspots“ bereits in fünf bis zehn Jahren regelmäßig der Strom ausfallen – ab 2032 ist damit flächendeckend in Deutschland zu rechnen. Ein Rechenbeispiel für einen solchen lokalen E-Mobilitäts-„Hotspot“ zeigt: Bei einer Ortsnetzgröße von 120 Haushalten reichen bereits 36 Elektroautos aus, um das Netz zu überlasten. Auf diese Weise bedroht die wachsende Anzahl elektrisch angetriebener Autos die Stabilität der Stromversorgung und setzt die Netzbetreiber unter erheblichen Handlungsdruck. Unter den aktuellen Bedingungen und bei einer Elektrifizierung von 50 Prozent der Automobile müssten die Betreiber bis zu elf Milliarden Euro in den Ausbau ihrer Netze investieren. Die Oliver Wyman-Analyse „Der E-Mobilitäts-Blackout“ zeigt indes eine Alternative zum konventionellen Netzausbau auf: die Flexibilisierung der Ladevorgänge. Bereits wenn 30 Prozent der E-Auto-Besitzer am flexiblen Laden teilnehmen, sinkt die kritische Spitzenlast am Ortsnetzknoten signifikant. Allerdings müssen dazu kurzfristig entsprechende Rahmenbedingungen in Deutschland geschaffen werden.

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