E-Autos scheitern beim Verkauf an Preis und Reichweite

24.07.2017, 00:10

„Capital“-Umfrage untermauert Käuferstreik: Deutschen sind Elektrofahrzeuge zu teuer und leistungsschwach

BERLIN. - Elektro-Autos stoßen trotz massiver staatlicher Förderung in Deutschland nach wie vor auf nur wenig Interesse. Wie eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts YouGov im Auftrag des Wirtschaftsmagazins „Capital“ (Ausgabe 8/2017, EVT 20. Juli) und des Energieversorgers Innogy ergab, sind bislang lediglich 13 Prozent der Deutschen schon einmal mit einem E-Auto gefahren.

Zwar hat etwa ein Viertel der Befragten in den letzten zwölf Monaten nach eigenen Angaben über die Anschaffung eines Elektro-Autos nachgedacht, umgesetzt hat das aber so gut wie keiner. Die Vorbehalte sind groß: Für 69 Prozent ist der Anschaffungspreis zu hoch, für 56 Prozent die Reichweite zu gering. Das zu kleine Ladenetz und die zu langen Ladezeiten waren für jeweils 38 Prozent die Gründe, warum die Anschaffung eines Elektro-Autos in den letzten zwölf Monaten scheiterte.

Im Gegensatz zum persönlichen Desinteresse steht die Überzeugung, dass die Elektromobilität sich in Zukunft durchsetzen wird. 48 Prozent gehen davon aus, dass die Elektromobilität in spätestens 20 Jahren die dominante Form des Autofahrens sein wird. 

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