Tankmonat April: Kraftstoffpreise wieder oben

07.05.2017, 23:59
Grafik: Clever-tanken.de

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NÜRNBERG. - Nicht nur das Wetter verhagelte vielen Deutschen das Osterwochenende. An den Zapfsäulen drückten auch die Spritpreise vielerorts auf die Stimmung. Sie waren im April an den Ostertagen nämlich am höchsten. Ein Blick auf den Gesamtmonat zeigt jedoch, dass die Kraftstoffpreise gegenüber März insgesamt wieder angezogen haben. Das ergibt die aktuelle Auswertung des Verbraucherinformationsdienstes Clever-tanken.de.

„Die niedrigen Preise im März haben nicht zu einer Trendwende bei den Spritpreisen geführt. Verbraucher sollten sich eher auf steigende Preise einstellen“, sagt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever-tanken.de.

Durchschnittlich 1,3521 Euro kostete der Liter Super E10 im April – und damit rund drei Cent mehr als im März, dem bisher günstigsten Tankmonat des Jahres. Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 zahlten Kraftfahrer damit im April etwa sechs Euro mehr als im Vormonat. Dieselfahrer traf der Preisanstieg weniger. 1,1560 Euro kostete der Liter Diesel hierzulande durchschnittlich im April. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einer Teuerung von nur 0,005 Euro pro Liter beziehungsweise 1,12 Euro für vier Tankfüllungen à 60 Liter.

Bock: „Obwohl Super E10 und Diesel vor dem langen ersten Mai-Wochenende im Schnitt wieder etwas günstiger geworden sind, sollten Autofahrer die Entwicklung beobachten und die Preise entlang ihrer geplanten Fahrtrouten via App, Navigationsgerät oder dem Internet regelmäßig vergleichen. Denn zum einen stehen im Mai und Juni erneut bundesweite Feier- und Brückentage sowie anschließend die Sommerferien an.

Zum anderen vermuten Experten, dass die Vereinbarung erdölexportierender Länder (Opec) auf einer Konferenz am 25. Mai ab Juni um weitere sechs Monate verlängert wird. Mit der Vereinbarung verpflichten sich die Teilnehmer dazu, ihre Fördermengen zu kürzen, um Rohöllagerbestände abzubauen und so die Preise wieder anzukurbeln. Darüber hinaus belebt der schwächelnde Dollar aktuell die Ölnachfrage außerhalb des Dollarraums. Auch das wirkt sich auf die Preise aus.“

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